drogen-sex-und-der-perfekter-mann-web-coverDie Kurzgeschichte Leere Türen erschien zuerst in der Anthologie Liebe und andere Schmerzen, ausgewählt von Jannis Plastargias, im Verlag Größenwahn. Den Titel hatte ich mit Bedacht gewählt – vor allem aus dem naheliegenden Grund, weil es in der Geschichte um Türen geht, die sich öffnen aber nirgendwohin führen, oder irgendwohin, von wo man nicht mehr zurückkehren kann, sosehr man sich das auch wünschen mag.

Mit der Änderung des Titels hatte ich also nichts zu tun, nehme es aber dem Verlag auch nicht wirklich übel, dies ohne meine Zustimmung oder in Abstimmung mit mir gemacht zu haben.

Jetzt jedenfalls erscheint die Kurzgeschichte als E-Book, ein Appetithäppchen des Verlags und ich lege sie jedem ans Herz, der die Melancholie der Einsamkeit kennt, das Gefühl der Irritation, wenn man neben jemand aufwacht, an den man sich nicht erinnern kann oder der, im Moment des Aufwachens, eine beunruhigende Transformation durchmacht – und nicht nur er, sondern die ganze Welt, in die er einen mitgenommen hat.

Es ist eine Geschichte ohne Trost und ohne moralisch erbauliches Ende, und so ist sie, ganz ohne moralischer oder sittlicher Botschaft, wie sich das Leben manchmal zeigt: trügerisch, doppelbödig und verheerend.