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NATHSCHLÄGER

Ein Schriftsteller & Herumtreiber

Ulysses APP

Ich weiß ich weiß, so wie ein guter Musiker auch auf einem Kamm Musik machen kann, so sollte auch ein Schriftsteller allein mit Bleistift und Papier zurecht kommen wenn es darum geht, eine Geschichte zu erzählen.

Aber:

Ich betrachte das so: Die Software, die ich ich benutze, um einen Roman zu schreiben, ist für mich das, was früher einmal, als es noch keine Computer gab, die ideale Schreibumgebung für den Schriftsteller war. Ein Raum voller Bücher im Kerzenschein? Oder ein Raum in einer Hütte am See mit Blick auf das nebelverhangene Ufer? Ein Klapptisch in der Savanne oder ein tonnenschwerer Schreibtisch in einer Bibliothek?

Weder das Eine noch das Andere macht das Schreiben besser, aber vielleicht doch angenehmer und komfortabler. Ich habe einige Programme ausprobiert, manche sogar längere Zeit benutzt und nur bei Wenigen bin ich wirklich über sehr lange Zeit hängen geblieben. Einen relativ kurzen Einsatz hatte bei mir Ulysses. Damit habe ich zwei Reiseberichte verfasst und rund die Hälfte meines vorletzten Romans. ich mag Ulysses nach wie vor sehr gerne, sehe mich aber außerstande, mit den aus der Architektur des Programms resultierenden Einschränkungen zu leben. Dazu kurz mal mein Hardwaresetup:

  • Asus Zenbook mit Windows 10
  • DELL Inspiron Desktop mit Windows 10
  • iPad Air 
  • Huawei P10+ (privat)
  • iPhone 7 (Firma)

Eine recht heterogene Mischung, könnte man sagen. Ulysses lief bei mir auf dem iPad und auf dem iPhone. Seit Mai habe ich das Huawei, weil ich private und berufliche Angelegenheiten strikt getrennt haben möchte. Damit fiel aber auch die Nutzung von Ulysses auf dem iPhone flach – wo ich es eh nie benutzt habe. Somit hatte ich Ulysses nur noch auf dem iPad und damit war es für mich eine Insellösung. Und das taugt mir nicht. Im Idealfall habe ich von jedem Gerät aus Zugriff auf die Files, an denen ich arbeite und wenns ganz pipifein abgeht, habe ich sogar auf jedem Device die gleiche Software, um an den Texten zu arbeiten.

Derzeit – und auf lange Sicht gesehen – benutze ich Scrivener für das Verfassen meiner Texte. Das habe ich auf den Zenbook, dem DELL, ich habs auf dem iPad. Und wenn ich wirklich mal dem Wahn verfalle, kann ich auf dem Huawei über JotterPad auf die Textfiles zugreifen, die erzeugt werden, wenn man ein Scrivenerprojekt mit einem externen Ordner synchronisiert. Das klappt sehr fein.

Dabei finde ich Ulysses wirklich totschick und mir gefällt die Simplizität dahinter; auch, dass die Texte als Textfiles vorliegen. Eh witzig, jetzt, wo man Terabyte an Speicherplatz haben kann, begeistere ich mich für Apps, die eben wenig Speicherplatz benötigen und Files, die kein Gewicht haben. Ich könnte mit Ulysses weiterarbeiten, wenn es ein Webinterface gäbe oder ein Windows Derivat. Da aber weder das Eine noch das Andere in Aussicht gestellt wird, muss ich auf Ulysses verzichten. Obwohls wirklich sehr schick ist, das Ding …