Eigentlich habe ich den Blog begonnen, um über das Schreiben zu schreiben, habe aber im Lauf der Zeit bemerkt, dass ich nichts interessantes über das Schreiben zu berichten weiß. Ich meine, was soll man groß schreiben? Man schreibt von links nach rechts und von oben nach unten und irgendwann ist das Buch fertig. Hemingway antwortete auf die Frage, wie es ihm mit dem Schreiben gehe: Es geht voran.

Was also habe ich als kleines Licht beizutragen? Gar nichts. Alles, was ich an Berichtenswertem entdeckt habe, findet sich in zwei Büchern, die schon lange geschrieben wurden. Das eine ist von Mario Vargas Llosa: Briefe an einen jungen Schriftsteller. In dem Buch schreibt Llosa über das Schreiben in einzelnen Briefen an einen fiktiven, jungen Schriftsteller, welche literarischen Möglichkeiten es gibt, um einen guten Roman zu schreiben. Er geht weniger auf Stilmittel ein und sein Credo lautet: „Ein Roman ist gut erzählt, wenn das WAS mit dem WIE untrennbar verbunden ist!“ Da ist einfach nichts, was man hinzufügen könnte.

Das andere Buch ist von James Wood: Die Kunst des Erzählens. Wood schreibt über Stil und stilistische Möglicheiten und illustriert seine Überlegungen mit Zitaten und Textbeispielen aus der Weltliteratur.

Diese beiden Bücher genügen, um das Schreiben literarischer Texte in der Theorie zu verstehen. Für mich gibt es dann aber noch zwei Bücher, die sich nicht unbedingt direkt mit Stil und literarischen Methoden befassen, sondern mit der Begeisterung für Literatur, das Schreiben. Das eine ist von Ray Bradbury: Zen in der Kunst des Schreibens. Hier geht es um das Fieber des Schreibens, das Feuer, in dem der Autor brennt, wenn er schreibt. Das andere Buch it von Jorge Luis Borges: Persönliche Bibliothek, in dem Vorworte und Rezensionen versammelt sind, die er für Bücher verfasste. Seine Leidenschaft für Literatur ist unwiderstehlich.

Was kann ich da noch beitragen?

Also werde ich vielleicht in Zukunft lieber über unsere Reisen berichten, wie wir reisen und wohin und warum …