Über mich

Mein Name ist Peter Nathschläger. Ich bin sechsundvierzig Jahre alt, grauhaarig, lebe in Wien zusammen mit meinem Lebensgefährten, und ich bin Erzähler. 

Ich schreibe, weil es Teil meines Lebens ist, Geschichten zu erzählen. Das muss als Erklärung langen, denn eine bessere habe ich nicht. Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, warum ich immer wieder aus dem Stand durch das leere Blatt Papier stürze, und selbstverständlich habe ich mir auch den Kopf darüber zerbrochen, warum mir das von Mal zu Mal schwerer fällt, Erklärungen habe ich jedoch keine gefunden. Es mag aber daran liegen, dass mich die Erfahrung lehrt: Jede Geschichte, die man erzählen will, ist, nicht nur, aber auch, eine große, manchmal auch überwältigende, emotionelle Herausforderung.

Mein Freund Richard und ich, wir reisen gerne. Ins Gebirge, ans Meer, ins wilde Land - Ich habe mir abgewöhnt, auf Reisen den Laptop mitzunehmen, und verwende für kurze Texte, Notizen und Gedichte gerne mein Notizbuch im Taschenformat. Da wir das Reisen und Wandern immer sehr intensiv betreiben und bis zur Neige auskosten, habe ich zumeist gar nicht die nötige Aufmerksamkeit, um mich der strukturellen Arbeit an einem Roman zu widmen.
Ich kann überall schreiben, ich brauche keine bestimmten Voraussetzungen, um Notizen zu machen. Die Hauptarbeit findet dann eh am PC zu Hause statt - für Technikinteressierte: Ich verwende für die Textarbeit
Scrivener for Windows und für Recherche Evernote

Als Erzähler bin ich konservativ. Ich bin davon überzeugt, dass es keine andere Methode gibt, ein guter Schriftsteller zu werden, als zu schreiben, schreiben, schreiben und zu lesen, lesen, lesen und das Schreiben selbst als höchsten Lohn für die Gabe, schreiben zu wollen, anzuerkennen. Ein noch wesentlicherer Bestandteil für wahrhaftige Schriftstellerei ist Leben. Man muss Leben, das Mark des Lebens aussaugen, dem Leben mit Leidenschaft begegnen. Wer nicht lebt, schleudert literarische Totgeburten, die vielleicht gut geschminkt, aber nichtsdestotrotz maustaubengrautot sind, in die Welt.

So betrachtet, habe ich noch einen weiten und interessanten, spannenden Weg vor mir. Das ist das Schöne am Schreiben: Man wird nicht fertig, man wird nie den vollkommenen Satz, oder gar die vollkommene Geschichte schreiben. Ich werde immer auf der Suche sein und ich werde immer wissen, dass diese Suche das eigentliche Ziel meines Lebens ist.