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NATHSCHLÄGER

Ein Schriftsteller & Herumtreiber

Über mich

Ich schreibe, weil es Teil meines Lebens ist. Das muss als Erklärung langen, denn eine bessere habe ich nicht. Ich habe mir oft Gedanken gemacht, warum ich immer wieder aus dem Stand durch das leere Blatt Papier stürze, und auch den Kopf darüber zerbrochen, warum mir das von Mal zu Mal schwerer fällt, Erklärungen habe ich keine gefunden. Eine Erkenntnis vielleicht: Jede Geschichte, die man erzählen will, ist, nicht nur, aber auch, eine große, manchmal überwältigende, emotionelle Herausforderung.

… als Erzähler bin ich konservativ. Ich bin davon überzeugt, dass es keine andere Methode gibt, gut zu schreiben, als zu schreiben, schreiben, schreiben und zu lesen, lesen, lesen, und das Schreiben selbst als höchsten Lohn für die Berufung anzuerkennen. Ein anderes Element, das Wesentlichste überhaupt für die Schriftstellerei, ist Leben. Man muss Leben, dem Leben mit Leidenschaft begegnen. Wer nicht lebt, wirft literarische Totgeburten, die vielleicht gut geschminkt, aber nichtsdestotrotz maustaubengrautot sind, in die Welt. Man muss sich einfach von seinen Geistern reiten lassen.

So betrachtet, habe ich noch einen weiten und interessanten, spannenden Weg vor mir. Das ist das Schöne am Schreiben: Man wird nicht fertig, man wird nie den vollkommenen Satz, oder gar die vollkommene Geschichte schreiben. Herrlich: Immer auf der Suche sein und immer wissen, dass diese Suche und das Schreiben die eigentlichen Ziele meines Lebens sind. So viel zu entdecken, so unendlich viele Geschichten. Ich komme mir vor wie Alice im Wunderland!

Vor nicht all zu langer Zeit habe ich Jannis von Schmerzwach 11 Fragen beantwortet, die er mit unregelmäßiger Regelmäßigkeit Schriftstellern stellt:

Peter Nathschläger, geboren im März 1965 in Wien, ist ein österreichischer Schriftsteller. Er lebt seit 18 Jahren mit seinem Lebensgefährten in einem gemeinsamen Haushalt, arbeitet hauptberuflich als IT Prozess Manager, schreibt einen Roman nach dem anderen und treibt sich in der Welt herum. Seine erste Publikation war der Gedichtband “Alles besser” 1998 im Männerschwarm Verlag, seine bisher letzte Publikation ist der Roman “Im Palast des schönsten Schmetterlings” im Herbst 2012 im Himmelstürmer Verlag. Die nächste geplante Veröffentlichung ist der Roman “Der Falke im Sturm”, der zweite von drei Romanen, die auf Kuba spielen. “Der Falke im Sturm” wird im Frühjahr 2013 im Himmelstürmer Verlag erscheinen.

1. Wer bist du?
Ein Schriftsteller & Herumtreiber – in beliebiger Reihenfolge

2. Was machst du?
Ich schreibe und treibe mich herum, ich lebe und liebe und kann davon gar nicht genug bekommen

3. Woher kommst du und wohin möchtest du?
Ich komme aus Wien, und wenn ich müde bin vom Herumreisen und Schreiben, dann möchte ich auch immer wieder nach Wien zurück. Diese Stadt ist mir mehr als nur Heimat. Sie ist mein Nest

4. Warum bist du Schriftsteller geworden?
Weil ich eines Tages die Bestimmung angenommen habe, einer zu sein, weil es mein Leben bereichert

5. Welche Ziele hast du?
Weiterschreiben und nie aufhören, erstaunt zu sein, wie großartig und erfüllend das Schreiben und das Leben ist.

6. Wer oder was inspiriert dich?
Die eine Welt. Und die andere, die im Schatten des Vordergründigen verborgen ist. Die lateinamerikanischen Schriftsteller, die Reisen mit meinem Mann, Bergluft, die Brandung der Karibik, eine Originalausgabe von Hemingway in Händen zu halten. Liebe.

7. Wann bist du glücklich?
Wenn die Inspirationen in mir Produktivität auslösen, wenn ich nachts an der Seite meines Mannes einschlafe und die Metastasen der Angst, allein zu sein, immer wieder aufs Neue besiege.

8. Wie sieht dein perfektes Leben aus?
Chaotisch, überall und zu jeder Zeit alles sein können ohne irgendetwas sein zu müssen. Und doch ein Leben im Gleichgewicht. Ein perfekter Tag wäre ein heiteres Besäufnis mit E.Hemingway im La Terrazzas in Cojimar, Cuba. Daiquiri und Mojitos.

9. Was würdest du tun, wenn du ein Tag lang König von Deutschland wärst?
Meinen Nachfolger bestimmen, der dem Land besser dienen könnte als ich, und mir den Rest des Tages freinehmen

10. Wovon hast du als Kind geträumt?
Von dürren Ästen, die in stürmischen Nächten außen am Fenster kratzen, und von der Stoffpuppe unter dem Bett, die plötzlich die Augen öffnet und unfreundlich in die Finsternis starrt. Und davon, den Nachbarsjungen vom Campingplatz zu küssen. Den hat Gott so schön gemacht, dass er ihm die Schulter mit siedendem Wasser verbrühen musste, um die Perfektion zu zerstören.

11. Worauf könntest du verzichten und worauf überhaupt nicht?
Auf alles außer Liebe.