Nibis Amida blickt zur Erde

In nicht all zu ferner Zukunft entdecken Wissenschaftler einen sich unserem Sonnensystem nähernden Asteroiden, der größer ist als der Mond. Die berechnete Flugbahn wird ihn nahe an der Erde vorbeiführen, bis er in neun Jahren wieder aus unserem System verschwindet. Als das Objekt näher kommt, stellt man fest, daß es aus siebenundzwanzig Asteroiden besteht, die mit meterdicken Stahltrossen miteinander vertäut sind. Eine Mission wird zusammengestellt, und das Zeitfenster dafür ist schmal. Es gibt nur diese eine Gelegenheit, das Objekt zu besuchen und so viele Erkenntnisse zu sammeln wie möglich.

Jahre, nachdem der Plan gefaßt wurde, landet tatsächlich ein Shuttle mit Wissenschaftler auf dem Cluster. Sie entdecken dort Ruinen, Überreste von titanischen Raumschiffen und Tempeln, Jahrmärkte und riesige Friedhöfe. Und in einem bizarren Zirkuszelt entdecken sie Leben. Einen ausgemergelten, vertrockneten Körper, an dessen Schläfen Kontakte angebracht sind, die ihn über Kabel mit einer merkwürdigen Maschine verbinden. Auf einem Schild über dem Kopf des Träumenden steht, daß sein Name Nibis Amida sei, und daß man ihn nicht abdrehen solle, NICHT ABDREHEN. Man solle den Autor Marcin Sek suchen, er wüßte alles ... Zurück auf der Erde macht sich der Kapitän der Mission auf die Suche nach dem Autoren und entdeckt Erschreckendes über unsere hauchdünne Wirklichkeit ...

Der Action-Verlag veröffentlicht die Novelle als Hörbuch unter dem Titel Cluster 23, der AAVAA Verlag veröffentlicht die Novelle als Teil meiner Kurzgeschichtensammlung Wo die verlorenen Worte sind im Herbst 2011.