Der Fluss

bringt alles wieder, heißt es doch in Siddharta, oder? Jetzt arbeite ich noch am Rohmanuskript meines SF-Romans, und inzwischen sammle ich Ideen und Informationen für meinen nächsten Roman. Der wird, aller Voraussicht nach, im November begonnen, wenn ich nicht einen Anfall bekomme und die Arbeit am aktuellen Projekt unterbreche. Jedenfalls schließt sich für mich erzählerisch ein Kreis, denn mit dem neuen Projekt nähere ich mich meinen Anfängen wieder und werde eine romantische, schwule Geschichte erzählen, in der niemand stirbt, niemand gefoltert, ermordet und/oder in die Twilight-Zone gebeamt wird.

Zwei Menschen, einer alt, der andere jung, beide verbittert vom Schierlingsbecher des Lebens, treffen sich in den Bergen einer Urlaubsinsel und geben sich Halt. Sie haben drei Tage.

Das ist der Fluss, der alles wieder bringt: Die Prämisse der Handlung schließt an Mark singt an: zwei Menschen, große Gefühle, wenig Zeit. Was sich ändert, ist, dass sie sehr unterschiedlich sind, nicht nur vom Alter. Und ich erzähle die Geschichte vermutlich mit der Kargheit eines Ernest Hemingway oder, so Gott will, einer Annie Proulx. Diese Art von Geschichte habe ich schon in Die Inseln im Westen erzählt, angereichert mit dem Donnerknall lateinamerikanischer Fantastik. Diesmal will ich mich ganz und gar auf diese zwei Menschen konzentrieren und erzählen, warum sie sind, wie sie sind, und warum sie es nicht schaffen, aus dem eigenen Schatten zu treten. Ganz ohne Trödeln und Quasten, ohne Magie und Geistern.

Das und die Hitze der Urlaubsinsel, die Stille der Berge, der Ozean am Horizont.

Ich freu mich drauf!

Schreibe einen Kommentar