Die Klassiker der Filmmusik

Vor ein paar Tagen habe ich in einem Intermagazin eine Reportage über Ennio Morricone gelesen. Und in dieser Reportage wurde ein Soundtrack von ihm erwähnt, den ich bislang nicht am Schirm hatte. Dieser Umstand löste ein paar flirrende Gedankenketten aus. Zum Beispiel warum ich in den letzten Jahren meinen eher anspruchsvollen Musikgeschmack so ignorant behandelte, und mich auf die eher banalen Werke von Komponisten wie Hans Zimmer, Lorne Balfe und andere fokussierte. Da fielen mir auf einmal all die Soundtracks ein, die ich in jungen Jahren als Schallplatten gekauft hatte. Die alten John Barry Kompositionen zu den Connery-Bond-Filmen. John Williams´ Soundracks zu den 70er-Jahre Katastrophenfilmen wie Flammendes Inferno, Der Untergang der Poseidon, Erdbeben.

Ich machte mich auf die Suche nach ein paar Werken der alten Haudegen und fand so einiges. Heue jedenfalls war ich gegen 10:00 im Kongressbad, sicherte mir eine Liege, chremte mich ein, legte mich hin und genoss die feinen Klänge von:

Ennio Morricone: 1900, Ennio Morricone: In der Glut des Südens, Ennio Morricone: Marco Polo, John Williams: Das flammende Inferno, John Williams: Goodbye Mr. Chips.

Und dabei sah ich den Leuten zu, wie sie kommen und gehen, in der Sonne liegen, wie die Wolken über den Himmel ziehen, und mit einem mal war ich für ein paar wunderschöne Augenblicke wieder zwanzig Jahre alt. Ein Klangentdecker, ein Forscher nie gehörter Kompositionen. Ein Genießer komplexer, langer Musikwerke.

Achja, und Max Richter habe ich auch wieder auf dem Radar. Der ist für mich wie ein Signal aus dem Weltraum, das man ab und zu empfängt. Voices und Ad Astra laufen derzeit bei mir meistens, wenn ich am Roman arbeite …

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