Regen und Wind

In den letzten Tagen des Sommers, im späten August, freue ich mich meist schon auf den Herbst und auch auf die mit dem Herbst kommende Schwermut. Ja, man kann sich auf die Schwermut freuen, wenn sie eine Möglichkeit ist, ein nostalgisches Ziehen unterhalb des Herzens.

Ich nehme mir vor, Liegengelassenes zuende zu bringen, und weil das Wetter abkühlt, könnte ich intensiver am neuen Roman weiterschreiben. Ich mag den Blick hinaus durch die regennasse Scheibe und ich mag es, an Herbstabenden nach Hause zu kommen, weil das Gefühl, nach Hause zu kommen, viel intensiver ist als im Sommer.

Gerade waren Richard und Rafal und Osama und ich noch in Piran, Slowenien und hatten jeden Tag Badewetter, jetzt weht es schon wieder das Laub von den Bäumen, es regnet in einer Tour und der tee schmeckt einfach besser, wenn die Tage so sind. Corona frischt auf wie ein stinkender Wind und fährt durchs Land und ich bin still und froh, einen Job zu haben, der es mir ermöglicht, von zu Hause aus zu arbeiten.

Obwohl es schon Mitte Oktober ist, habe ich für den Herbst einiges vor:

  1. Längere Spaziergänge im Lainzer Tiergarten
  2. Wenns wirklich schön ist, dann noch mal rauf auf die Rax
  3. Kürbischremesuppe machen
  4. Weißbier trinken und Weißwürste mit Brezeln essen, auch wenn es kalendarisch dafür schon zu spät ist
  5. Mein Bulletjournal wiederbeleben und Einträge nachtragen
  6. Und ja, im Oktober mindestens noch zwei Kapitel von Das kalte Universum schreiben

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