Die Musik des kalten Universums

Immer wenn ich an einem Roman schreibe, egal wie lange, habe ich eine bestimmte Musik im Kopf, und je länger ich dran schreibe, desto mehr Musik sammelt sich an, die ich dann mal auf Deezer zusammensuche und zu einer Playlist umwandle. Soweit bin ich hier noch nicht, aber es gibt ein paar Musikstücke, die mich begleiten, wenn ich über die Handlung nachdenke. Das hier zum Beispiel ist aus dem Film First man, komponiert von Justin Hurwitz, als Piano Cover von Noud van Harskamp:

Für mich untermalt diese Musik die Szenen, in denen ich Ibrahim und Karim einführe; ihr ruhiges Leben in der französischen Provinz. Ein wenig langweilig, sehr melancholisch.

Das Musikstück, das für mich perfekt die Szenen der Landung der Außerirdischen untermalt, die Panik, Verwirrung und das Entsetzen, wurde von James Horner für den Film Deep Impact komponiert: Our best hopes

Direkt anschließend, als die Helden in eine der Fähren verfrachtet wurden und der Boden durchsichtig wird und sie die Erde unter sich schwinden sehen können, erklingt dann Max Richter mit dem Titel To the stars:

Als die getrennten Helden sich wiedersehen, auf einem Kriegsschauplatz, wo sich der Staub gerade senkt und der Rauch sich lichtet, hört man Cristo Retendor aus Fast Five von Brian Tyler:

Das Thema für die „Grauen“, eine genetisch erzeugte Hybridrasse, die geschaffen wurden, um schwere Arbeiten außerhalb der Schutzschirme durchzuführen, kommt von Craig Armstrong und ist auf der extended Version seines Albums It´s nearly tomorrow: The sun gets down in L.A.:

Es drückt perfekt die melancholische Verzweiflung dieser Kreaturen aus, denen man zwar die Fähigkeit mitgegeben hat, sexuelle Erregung zu empfinden, aber keine Organe, um Sex zu haben oder sich durch einen Orgasmus Befriedigung zu verschaffen …

Epische Musik wiederholt sich bei mir als Untermalungsmusik immer, und ich höre sehr oft Max Richter, Olafur Arnalds und Nils Frahm -man merkt schnell, dass mir die melancholische Zeitlupe einer tragischen Szene gefällt …