Dunkle Flüsse

David Schneider wurde als Siebenjähriger von Frank Dohunan, dem Jäger und Beutemacher entführt. Er durfte sich nicht mehr David nennen, sich an nichts mehr erinnern. Dohunan zwang ihn zur Prostitution und belog ihn über seine Vergangenheit. Erst neun Jahre später schaffte David die Flucht. Es wird nicht nur eine Reise quer durch die USA, sondern auch eine entlang der dunklen Flüsse menschlicher Grausamkeit – durch eine von Menschenhand erschaffene Hölle. Diese erlebt er in einem Internat für elternlose Jungen, die durch ihre Aufseher ein grauenhaftes Martyrium erleiden. Die Flucht, seine Suche nach seinem Zuhause, führt ihn nicht nur hart an den Rand dessen, was ein Mensch ertragen kann, sondern auch in die Arme von Mark Fletcher, einem gleichaltrigen Jungen, der vom Gefährten zum Freund und zum Geliebten wird.

Rezensionen

Ich habe dieses Buch in einem Rutsch gelesen und war wütend, traurig, erschüttert und die Geschichte ging mir unter die Haut. Der Schreibstil erscheint auf den ersten Blick vielleicht etwas derb, gerade die Dialoge zwischen Patrick und Frank, ich denke allerdings, das in Kreisen von Kinderschändern diese Sprache tatsächlich so vorherrscht, um die Opfer noch kleiner zu machen.
Die Handlungsstränge fließen am Ende stimmig zusammen und es bleiben keine Fragen offen. Es ist dem Autor gelungen ein relativ kurzes Buch ohne überflüssige Längen zu schreiben, das diese grausame Wirklichkeit gut darstellt. Dieses Buch ruft wieder in Erinnerung, dass es solche Menschen tatsächlich gibt und wir alle in der Verantwortung sind, diese Machenschaften zu thematisieren und den Tätern das Handwerk zu erschweren oder es zu verhindern. Leider werden solche Täter immer noch mit Samthandschuhen angefasst, während die Opfer durch die Hölle gehen.
Von mir eine Leseempfehlung für Menschen, die die Augen nicht verschließen und sich diesem grausamen Thema stellen wollen.

(Lovelybooks)

Kurzmeinung: Abgründe der Menschheit, berührendes Buch, das auf einer wahren Geschehen beruht und unter die Haut geht.

(dieschmitt, Lovelybooks)

Kurzmeinung: Unglaublich bewegend. Warum tut man sowas?

Patrick Nightingale wird auf offener schneebedeckter Straße bewusstlos von einem Autofahrer gefunden.Er war auf der Fluch vor Frank Dohunan der ihn als 9 jähriger Junge entführt hat. Onkel Frank, wie ihn der Junge nennen musste, erzählt Patrick, der in Wirklichkeit David Schneider heißt, seine Eltern wären bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ab diesem Zeitpunkt begannt für den Jungen ein Leben in absolutem Gehorsam, sexuellem Missbrauch und schweren Misshandlungen.
Als er bei einer Hilfsaktion ohne Papiere von der Polizei aufgegriffen wird, landet er in einem Heim für gestrandete Jungs und die Qualen gehen weiter.
Peter Nathschläger hat mich mit diesem Buch sehr berührt und gleichzeitig wütend gemacht.Sein flüssiger Schreibstil ist klar und oft obszön und derb, dadurch kommt die Dramatik dieser Geschichte noch mehr durch. Die Charaktere der Protagonisten sind gut dargestellt.Der Spannungsbogen zieht sich von Anfang an durch das ganze Buch, allerdings war mir der Schluss, bezüglich der vorherigen Dramatik, etwas zu schnulzig.Der Autor greift eine Thematik mit diesem Buch auf, vor der man die Augen  verschließen möchte.

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