Der stille Planet

Als Vater und Sohn in den Tiroler Bergen sind, kommen die Außerirdischen auf die Welt herab wie ein Regen aus federleichten, blauen Glasspinnen. Unterhalb von zweitausend Meter Seehöhe können sie gedeihen, und dort dringen sie durch die Ohren, die Augen und Nasenlöcher in die Menschen ein und übernehmen sie – zumindest zum Teil. Die Wesen aus dem All sind hungrig nach Emotionen. Je stärker und länger andauernd, desto besser. Sie lassen den Menschen genug Freiraum, um das System am Leben zu erhalten, doch es entschwindet alles Kreative und Künstlerische. Es verschwindet der innovative Geist, das, was uns als Zivilisation stets vorangetrieben und ausgemacht hat.

Der Sohn freundet sich mit einem gleichaltrigen Jungen aus Italien an. In einer streng autokratischen Gesellschaft, die sich in den Bergen etabliert hat, beweisen sie sich als hervorragende Jäger und ihre intensive Beziehung wird stillschweigend zur Kenntnis genommen, weckt aber auch die Begierde und den Neid anderer.

Durch eine Intrige werden die beiden Jugendlichen aus der Gemeinschaft in den Bergen verbannt und nach Wien gebracht, wo sie den Außerirdischen als Wirte angeboten werden sollen. Den Jungs gelingt die Flucht, und in der verfallenden Stadt erleben sie das beschämende und tragische Ende der Menschheit.