Wiedergutmachung

Drei Männer fahren von Wien nach Budapest, um dort ein verlängertes Wochenende durchzufeiern. Der Plan gelingt. Sie haben Spaß, vergnügen sich mit feurigen ungarischen Jungs und Wein, am Sonntagnachmittag treten sie die Heimreise an und sterben bei einem Autounfall, tief im Wald in der Nähe von Visegrad.

Also fast.

Das Auto ist eine ausgebranntes Wrack, und als sie wie aus einem tiefen Schlaf erwachen, finden sie sich zu ihrem Erstaunen auf dem Gelände eines unheimlichen Jahrmarkts, der sowohl von Menschen als auch von den absonderlichsten Gestalten der Gruselliteratur bevölkert wird. Unter anderem von einem Wesen, das nur im Wasser leben, kann, die bärtige Dame, Herr Elektro, Vampire, Messerkünstler und Equilibristen. Dort lernen sie auch den ebenso graziösen wie betörend schönen Vampir kennen, der einst im Gellertbad Oscar Wilde zu seinem orgiastischen Roman Teleny inspirierte.

Die Freunde erfahren, dass sie nur ein sechsstündiges Zeitfernster haben, um für sich den Tod und den Begleiter zu wählen, der ihnen am besten gefällt; eine Rückkehr ins Leben sei unmöglich. Und sie erfahren, dass die jahrhundertealten Gestalten hier auf dem Jahrmarkt seit Jahrzehnten darum bemüht sind, Wiedergutmachung zu leisten für die Jahrhunderte, in denen sie Menschen zum Spaß und aus Gier ermordet hatten …